UmweltEthik

Der Bereich der Umwelt-Ethik wird bestimmt von einer Vielzahl unterschiedlicher Theorien. Während ein allgemeiner Konsens hinsichtlich der Grundannahme besteht, dass wir umweltbewusster denken und handeln müssen, wird kontrovers diskutiert, wie sich dieses umweltbewusstere Denken und Verhalten darstellen sollte und wie es philosophisch zu begründen ist. Tiefenökologie, Ökopragmatismus, die Landethik und Ökofeminismus gehören neben utilitaristischen, neokantischen und neoaristotelischen Perspektiven zu den bekanntesten Standpunkten. Hier auch bilden bestimmte Fragen der „praktischen“ Philosophie die Grundlage der Lehre: Wieso sollen wir überhaupt moralisch sein? Also, wie können wir die Morallehre begründen? Was sind unsere Verpflichtungen? Wer (oder was) hat Rechte? Über die Frage der traditionellen Ethik hinaus, stellen sich in der Ökophilosophie zudem beispielsweise die Fragen: Sind wir der Natur gegenüber nur verpflichtet, insofern sie den Menschen betrifft oder kommt der Natur an sich ein intrinsischer Wert zu, den wir zu respektieren haben? Was bildet überhaupt den Fokus unserer ethischen Sorge: Menschen, Tieren, Arten, Ökosysteme oder das Ökosystem Erde? Solche Fragen bilden einen Hauptbestandteil der gegenwärtigen Umwelt-Ethik.

Um diese Diskurse nachvollziehen zu können, ist eine Auseinandersetzung mit den traditionellen Ethiken nötig, auf denen die Umwelt-Ethik zum Teil basiert. Der Kurs bietet deshalb sowohl einen Überblick über die Hauptströmungen der traditionellen Ethiken als auch der spezifischen Umwelt-Ethik.

Links

Umfassende Linksammlung